Blick für die Achtsamkeit aufs Neue schärfen

 

Das Jahr 2020 hat das Kollegium der Dreifürstensteinschule Dornstetten mit Sensibilisierungsübungen begonnen:

 

Wie fühlt es sich an, darauf angewesen zu sein, das Essen mit dem Löffel gereicht zu bekommen?


Wie fühlt es sich an, sich mit Hilfe eines Sprachcomputers zu erzählen, was man an Silvester gemacht hat?
Wie fühlt e sich an, wenn man mit einer Störung der Auge-Hand-Koordination seinen Namen exakt auf eine Linie schreiben muss?
Wie fühlt es sich an, wenn man in einen Rollstuhl gesetzt wird?
Wie fühlt es sich an, eine Fuß-Massage zu bekommen ohne die Füße dabei sehen zu können?
Wie fühlt es sich an, wenn man mit einer Spastik in den Beinen auf jemanden zugehen möchte?

 

An sechs verschiedenen Stationen konnte das Kollegium im Rahmen von Selbsterfahrungsübungen, Antworten auf diese Fragen finden.
Die Beteiligten waren sich bewusst darüber, dass es sich dabei nur um eine Annäherung an die tatsächlichen Lebenssituationen der Schüler mit besonderen Bedürfnissen handelt. Ziel der Übungen war, den eigenen Blick aufs Neue für die Achtsamkeit im Umgang mit den Schülern mit besonderem Unterstützungsbedarf zu schärfen.

 

Die Teilnehmer wurden gebeten, nach jeder Station  zu notieren, welche Empfindungen sie hatten.

Impulse wurden gegeben zu den Punkten: Selbstbestimmung, Eigenaktivität, Scham, Nähe, Entspannung, Sicherheit, Motivation, Wertschätzung, Geduld, Ausdauer, Konzentration und Frustration.

 

Beim anschließenden Erfahrungsaustausch äußerte ein Kollege: „Mit war wichtig, dass ich mir aussuchen kann, wer mir das Essen reicht, diese Übung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, dass man diese Person mag“.

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Sensibilisierung

SBBZ für körperliche und motorische Entwicklung